Zuschuss fürs Ungewisse
Forschung lohnt sich – auch steuerlich. Seit 2020 unterstützt der Bund Unternehmen mit einer Forschungszulage, deren Förderrahmen kontinuierlich erweitert wurde. LANXESS nutzt das Angebot seit der ersten Stunde und will die Möglichkeiten auch künftig konsequent ausschöpfen.
Trial and Error – das ist Forschung. Hinter den beiden harmlos klingenden Wörtern verbirgt sich oft viel Geld, das investiert wird – und am Ende dennoch im „Error“ versinken könnte.
Denn wenn die Business Unit PLA ein neues Flammschutzmittel auf Phosphorbasis sucht, ist das bereits anspruchsvoll. Sollen die bisher verwendeten Produkte durch sicherere und umweltfreundlichere Alternativen ersetzt werden, wird es noch komplexer – und vielleicht sogar unmöglich. Auf jeden Fall aber aufwendig.
Neue Molekülstrukturen müssen entworfen, im Labor synthetisiert und anschließend in Kunststoffe eingearbeitet werden, um ihre Wirkung zu testen. Allein dieser sich wiederholende Prozess aus Synthese, Prüfung und Anpassung zeigt: Der Weg zum Ergebnis ist offen und kann auch scheitern.
Genau damit erfüllt dieses Projekt eines der wichtigsten Kriterien für die steuerliche Forschungszulage des Bundes. Förderfähig sind nur Vorhaben, bei denen das Ergebnis nicht von Beginn an feststeht, die ein neues Forschungsziel verfolgen und nachvollziehbar sowie strukturiert durchgeführt werden.
Der Bund unterstützt solche Projekte mit einer steuerlichen Forschungszulage: Gefördert werden 25 Prozent der Personalkosten sowie 15 Prozent der Kosten externer Dienstleister. „Am Ende handelt es sich insgesamt um siebenstellige Förderzulagen für all unsere Forschungsprojekte“, sagt Sanela Hadic, die in der Group Function Development den Gesamtüberblick über alle im Rahmen der steuerlichen Forschungszulage geförderten Projekte verantwortet.
Die Förderfähigkeit der Projekte wird von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) geprüft und bestätigt. Mit dem BSFZ-Siegel erhalten Unternehmen einen offiziellen Nachweis, dass ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten die gesetzlichen Kriterien erfüllen. LANXESS wird seit 2020 jährlich mit diesem Siegel ausgezeichnet und hat es auch für 2026 erneut erhalten.
Mit der Einführung der steuerlichen Forschungszulage setzt der Staat gezielt Anreize, um Forschung und Entwicklung in Deutschland zu stärken und Unternehmen bei risikobehafteten Innovationsvorhaben finanziell zu unterstützen. Die kontinuierliche Ausweitung der Fördergrenzen unterstreicht diese strategische Bedeutung: So wurde die maximal förderfähige Bemessungsgrundlage seit 2020 schrittweise von 750.000 Euro auf inzwischen bis zu drei Millionen Euro pro Unternehmen und Jahr erhöht.
„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnt die Forschungszulage an Bedeutung, da sie die Finanzierung von Forschungsaktivitäten unterstützt und Unternehmen entlastet“, sagt Tarek Abdellatif, Strategie-Berater, GF DEV.
LANXESS hat diese Möglichkeiten früh genutzt: Für die ersten beiden Jahre wurde die maximale Fördersumme vollständig ausgeschöpft, ein Großteil davon bereits ausgezahlt. Auch die Anträge für die folgenden Jahre sind weit fortgeschritten. Für den Zeitraum ab 2024 werden derzeit weitere geeignete Projekte identifiziert. Insgesamt hat LANXESS bereits Förderanträge für 40 Projekte gestellt.
Die Förderung ist flexibel angelegt: Projekte können bis zu vier Jahre rückwirkend eingereicht werden. Ein Projekt, das am 1. Januar 2022 gestartet ist, kann noch im Jahr 2026 eingereicht werden. Ist ein Projekt erst einmal bewilligt, wird die Förderung steuerlich geltend gemacht und reduziert direkt die Körperschaftsteuer des Unternehmens.
Die Beispiele aus den aktuellen Projekten zeigen, wie vielfältig Forschung bei
LANXESS ist. Neben neuen Flammschutzmitteln geht es etwa um energieeffizientere Produktionsverfahren, nachhaltigere Rohstoffe oder innovative Materialien für Zukunftsmärkte wie die Elektromobilität. Was all diese Projekte verbindet, ist ihr Charakter: Sie gehen über Routine hinaus, betreten technologisches Neuland und sind mit echten Risiken verbunden.
Hier Finden Sie Hilfe!
Bei der Antragstellung für die Forschungszulage unterstützt Sie die GF DEV. Dort wurde dafür ein interner Prozess etabliert. Das Team rund um Sanela Hadic und Tarek Abdellatif hilft Ihnen gern weiter. Sanela Hadic sagt: „Hier geht es um unsere Forschung. Sie entscheidet über unsere Zukunft im Markt. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie sich angesprochen fühlen und ein förderwürdiges Forschungsprojekt haben. Melden Sie sich gern bei mir oder meinem Kollegen.“
sanela.hadic@lanxess.com
tarek.abdellatif@lanxess.com