Gemeinsam Farbe bekennen – für mehr Nachhaltigkeit

Zwei Chemieunternehmen, ein Ziel: Sie wollen die Farb- und Lackindustrie nachhaltiger gestalten. LANXESS und Evonik demonstrieren, wie sich emissionsärmere Farbformulierungen realisieren lassen. Im Zentrum stehen Scopeblue®-Eisenoxidpigmente der Business Unit IPG und biobasierte Additive von Evonik – eine Kombination, die Umweltbewusstsein und technische Leistungsfähigkeit perfekt vereint.  


Branche unter Druck
Die Farb- und Lackindustrie steht vor einer entscheidenden Herausforderung: die Emissionen in Produktion und Anwendung deutlich zu reduzieren. Immer mehr Hersteller setzen sich das Ziel, Formulierungen zu entwickeln, die einen geringeren CO2-Fußabdruck hinterlassen. Der Schlüssel liegt dabei vor allem bei den Rohstofflieferanten. Denn Rohstoffe verursachen über 80 Prozent der Emissionen, die im gesamten Lebenszyklus von Dekorfarben und -beschichtungen entstehen.

Dass Fortschritte möglich sind, zeigen zwei europäische 
Chemieunternehmen mit Vorreiterrolle im Bereich „Nachhaltige Produktlösungen“: LANXESS und Evonik. Bei einem gemeinsamen Webinar mit rund 200 Branchenvertretern demonstrierten sie, welchen Beitrag neue Produktlösungen im Zusammenspiel leisten können. So entstehen durch die Kombination von Bayferrox® Scopeblue®-Eisenoxidpigmenten und biobasierten Tensiden der Marke Tego Pigmentpasten, die über 40 Prozent CO2 einsparen – und das bei gleichbleibend hoher Farbqualität und Funktionalität.

Blick nach vorne
Den Beweis lieferten die beiden Unternehmen gleich mit: Verglichen wurde eine Standardformulierung mit einer Pigmentpaste, die unter Einsatz der beiden neuen „grünen“ Produkte hergestellt wurde. Der Product Carbon Footprint (PCF) wurde dabei auf Basis einer zertifizierten Berechnungsmethode ermittelt. „Unsere Gelbpigment-Produktlinie Bayferrox® Scopeblue® weist dank ökoeffizienterer Rohstoffe einen bis zu 35 Prozent niedrigeren CO2-Fußabdruck auf als reguläre Produkttypen“, erklärt Stephan Spiegelhauer, Head of Global Competence Center Paints & Coatings der Business Unit IPG. Evonik ergänzt die Pigmente durch vollständig biobasierte Tenside, die auf Fermentation basieren und zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. „Damit helfen wir unseren Kunden, ihre Klimaziele zu erreichen und sich mit nachhaltigen Lösungen im Markt zu positionieren. Gleichzeitig zeigen wir, welchen Beitrag die Produktlinien gemeinsam leisten und wie europäische Unternehmen die Entwicklung nachhaltigerer Lösungen vorantreiben“, betont Christoph Schmidt, Leiter Market & Customer Communications bei IPG. 

Aktuell plant IPG ähnliche Kooperationen mit weiteren Herstellern von Füllstoffen und Bindemitteln. Schmidt: „Solche Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette können uns in der Vermarktung unserer Produkte zusätzliche Aufmerksamkeit bei den Kunden verschaffen.“