Machen, mitreißen, abheben!
Mauricio Buchdid ließ sich nicht entmutigen, obwohl die Lieferanten anfangs kein Interesse an seinen elektronischen Auktionen zeigten. Laura Kovach setzte mit ihrem interdisziplinären Team alles daran, einen Kunden zum Produktwechsel zu bewegen, und Jack Conen wollte den Wissenstransfer bei Saltigo optimieren. Viele von Ihnen engagieren sich, bringen Ihr Know-how ein, scheitern auch mal, machen dann aber weiter. Genau diese Haltung ist es, die uns am Ende auch erfolgreich durch eine Krise bringen wird.
Ein
Kommentator schrieb über das Finale der Basketball-Europameisterschaft
im September: Deutschland verschläft mal wieder den Anfang und liegt
zurück. Die türkische Mannschaft spielte wie entfesselt, der Ausgang
schien klar. Verletzungsbedingt fehlten den Deutschen außerdem wichtige
Spieler. Doch dann besann sich der amtierende Weltmeister und kämpfte
sich zurück. Plötzlich traten Spieler hervor, die vorher niemand auf dem
Plan hatte. Sie warfen entscheidende Körbe, am Ende konnte Kapitän
Dennis Schröder das Spiel für Deutschland entscheiden. Was anfangs so
mäßig begann, endete mit dem Titel. Die Mischung aus Einzelleistungen
und Mannschaftswillen hatte sich durchgesetzt.
Was im Sport gilt,
lässt sich auch auf das Arbeitsleben übertragen: Einer kann alle
mitreißen – im Negativen wie im Positiven. Auch im Unternehmen ist das
möglich. Zum Beispiel der Kollege, der trotz schlechter Wirtschaftsdaten
motiviert bleibt und sein Projekt bestmöglich verwirklicht. Der
Rückschläge erleidet, sie kühl analysiert und weitermacht. Der an sich
glaubt und damit motivierend auf andere wirkt. Der Glückspilz? „Nein“,
sagt dazu der Berater Carl Naughton. Das sei eine Haltung, die man
trainieren könne. Sie müsse nicht gottgegeben sein. Zuversicht und
Zutrauen sind innere Einstellungen, die sich auch aus Erfahrungen
speisen. „Wir erinnern uns leider meist an negative Erlebnisse. Das ist
ein Fehler. Halten Sie sich lieber vor Augen, was Sie im Leben schon
alles geschafft haben“, rät Naughton (mehr dazu auf den Seiten 14 und
15).
Im eigenen Umfeld Wirkung entfalten
Dieser Rat ist
in diesen Zeiten vielleicht besonders wichtig. Denn wer lässt sich
nicht von dem scheinbar endlosen Strom negativer Nachrichten
herunterziehen? Doch das bringt nichts – weder einem selbst noch dem
Umfeld. Denn die Weltlage kann der Einzelne nicht verändern, die eigene
Situation jedoch schon. Und das kann zu persönlichen Erfolgserlebnissen
im beruflichen Umfeld führen, die am Ende dem gesamten Unternehmen
helfen. Ein solcher Kollege oder eine solche Kollegin entfaltet
Vorbildfunktion. Denn auch Motivation ist ansteckend.
Nicht hadern, lieber handeln
Glücklicherweise
haben wir bei LANXESS weltweit in den unterschiedlichsten Positionen
genau solche Kolleginnen und Kollegen. Sie hadern nicht, sie handeln.
Und weil das so wichtig ist, damit wir gemeinsam durch diese auch für
LANXESS schwierige Zeit kommen, stellen wir Ihnen im Folgenden einige
von ihnen vor. Sie stehen exemplarisch für die vielen, die hier nicht
erwähnt werden.
Wenn Sie von einer tollen Aktion eines Kollegen
oder einer Kollegin wissen, dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns,
positive Beispiele vorzustellen.
Mail an: xpress@lanxess.com
Der Glücksbringer
In
der japanischen Kultur steht der Kranich für ein gesundes, langes und
erfülltes Leben. Einer Legende zufolge erfüllt sich ein Wunsch, wenn man
1.000 Kraniche aus Papier faltet.
Vielleicht fangen Sie heute damit an und schenken den Glücksbringer einer Kollegin oder einem Kollegen?
Wissenstransfer bei Saltigo
Gemeinsam zur besten Lösung
Mauricio Buchdid berichtet:
Seit
rund zehn Monaten versuche ich, die elektronischen Auktionen mehr und
mehr zu etablieren. Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, Lieferanten
hier in Brasilien zur Teilnahme an meinen E-Auktionen zu bewegen. Viele
arbeiten nach einem „monatlichen Preislisten-
modell“ und haben noch
nie Erfahrungen mit elektronischen Auktionen gemacht. Ich musste viel
Überzeugungsarbeit leisten und ihnen das dafür notwendige Wissen
möglichst einfach vermitteln. Das war eine große Herausforderung.
Andererseits haben die Lieferanten durch diese Tools auch Vorteile: Sie
erhalten viel mehr Möglichkeiten, Aufträge zu bekommen. Gleichzeitig
nimmt natürlich auch der Druck zu, von anderen Unternehmen unterboten zu
werden und die eigenen Preisvorstellungen senken zu müssen.
Unterschiedliche Typen
Uns stehen verschiedene Arten von E-Auktionen zur Verfügung, wobei wir die
Reverse-E-Auktion
am häufigsten verwenden. Dabei legen wir einen Höchstpreis fest und
mehrere Wettbewerber geben absteigende Gebote ab, um den Auftrag zu
erhalten. Dies ist eine flexible Lösung. Während der Auktion können die
Lieferanten ihre Gebote und ihre Position online einsehen. In der Regel
kennen die Lieferanten ihre Rangfolge, aber nicht die tatsächlichen
Gebotspreise ihrer Wettbewerber. Der große Vorteil dieser Auktion ist,
dass wir am Ende eigentlich immer ein Angebot haben.
Etwas
ungewisser ist der Ausgang bei der Dutch-Auction-Strategie. Wir setzen
sie in der Regel bei einer geringeren Anzahl zugelassener Lieferanten
ein. Hierbei beginnt die Auktion mit einem niedrigen Preis, der
schrittweise erhöht wird. Als Ausgangspreis wird der Referenzpreis des
Lieferanten sowie der Durchschnittspreis des Vorjahres herangezogen.
Doch solche Auktionen sind knifflig. Bei einer Auktion hatte ich einmal
elf Runden geplant und war sehr aggressiv vorgegangen. Doch ein
Lieferant stieg nach der zehnten Runde aus. Hier besteht also immer das
Risiko, dass es am Ende kein Angebot gibt und das Geschäft platzt. Daher
muss die Planung dieser Auktion viel entschlossener sein. Der Druck,
das Angebot anzunehmen, lastet auf beiden Seiten. Wenn ein Lieferant das
aktuelle Angebot annimmt, endet die Auktion automatisch mit einem
Gewinner.
Strategie ging auf
Aber es kann auch
gutgehen. Als ich einen Rohstoff kaufen musste, für den es nur drei
zugelassene Lieferanten gab, entschied ich mich für die
Dutch-Auction-Strategie. Im ersten Schritt forderte ich einen
Referenzpreis (RFI: Request for Information) an, um das Auktionsziel zu
definieren. Zudem hatten wir geplant, den Preis um 15 Prozent zu
reduzieren. Also legten wir unseren Mindeststartpreis fest. Mit jedem
Gebot erhöhten wir unser Angebot schrittweise, und der Lieferant hatte
Zeit, es anzunehmen oder abzulehnen. Am Ende waren wir mit dem Ergebnis
sehr zufrieden. Wir konnten den Preis um elf Prozent gegenüber dem
Referenzpreis und sogar um 18 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen
Materialpreis von 2024 senken.
Aufwändige Vorarbeit
Die
Vorbereitung dieser Auktion war jedoch aufwändig. Zunächst mussten wir
die drei Lieferanten über diese andere Form der E-Auktion aufklären. Wir
haben uns mit jedem Lieferanten zu einem Gespräch verabredet, um ihn an
das Datum und die Uhrzeit der Auktion zu erinnern. Wichtig war auch,
dass auf der Lieferantenseite nur Mitarbeitende mit
Entscheidungsbefugnis an der Auktion teilnahmen. Wir legten
Auktionsregeln fest und stimmten uns mit den Stakeholdern ab. Die
Lieferanten wurden bereits in der Nutzung des Tools geschult.
Die
E-Auktionen haben bei uns in Lateinamerika zu erheblichen
Kosteneinsparungen geführt. Derzeit deckt diese Methode etwa sechs
Prozent der Gesamtausgaben des MPP-Standorts des IPEL-Portfolios ab.
Entscheidende Faktoren für das Gelingen von E-Auktionen sind folgende
Punkte: die Definition geeigneter Materialien, die Pflege eines
qualifizierten Lieferantenstamms, Schulungen, die Aufklärung der Bieter,
dieAbstimmung mit den Stakeholdern, die Festlegung klarer Regeln und
die Gewährleistung einer klaren Kommunikation.
Vor allem der
Erfahrungsaustausch hat sich für mich als äußerst wertvoll erwiesen. Ich
wurde ermutigt, diesen Weg zu gehen. Das Verständnis für den Prozess,
die Lehren aus den ersten Versuchen und die Anpassung des Konzepts an
meine spezifischen Anforderungen waren entscheidend für meinen Erfolg.
Wichtig war für mich dabei auch, dass Fragen zu den E-Auktionen,
beispielsweise zur Wahl des Typs oder zur Verwendung des richtigen
Tools, direkt vom Center of Excellence oder dem Ambassadors-Team
beantwortet wurden. So entstand eine wirklich globale Community.
Mit
den E-Auktionen gehen mehr Transparenz, Wettbewerbsfähigkeit und eine
größere Verhandlungsdynamik einher. Jetzt möchte ich noch enger mit den
Vertriebskollegen zusammenarbeiten, um Wissen und Erkenntnisse
auszutauschen. Unser Ziel ist es, eine Vielzahl von Strategien zu
entwickeln, mit denen sich neue Geschäftsmöglichkeiten für das
Unternehmen erschließen lassen.
Kundensegmentierung bei PLA
Die Extrameile macht es!
Laura Kovach:
Im
Rahmen der diesjährigen Commercial Excellence Initiative hat die
Vertriebsorganisation von Polymer Additives unsere Kunden nochmals genau
unter die Lupe genommen und neu aufgeteilt. So wollten wir diejenigen,
die ein starkes Wachstums-
potenzial aufweisen, schneller ausfindig
machen. Die neu gebildeten „Squads“ – funktionsübergreifende Teams aus
Vertriebs-, Marketing- und Technikmitarbeitern – haben die Aufgabe,
dieses Potenzial zu erschließen.
Neben mir als Strategic Account
Manager gehören zu unserem Team auch der Global Product Manager Michael
Bearer und Emily Mayes, R&D-Lab-Managerin.
Unser
Dibenzoat-Koaleszenzmittel K-FLEX@ 500 bietet bei
Beschichtungsformulierungen viele Vorteile. Unser Ziel war es, unser
Geschäft mit einem führenden Hersteller von Beschichtungen und Farben in
drei neuen Werken auszubauen. Im Juni gelang uns das, wir hatten
Bestellungen für die drei Zielproduktionsstätten in den USA.
Zuverlässig liefern
Wie
haben wir das geschafft? Indem wir für unser derzeitiges Geschäft die
Note „A+“ erhalten haben: Unsere Lieferungen waren pünktlich, unsere
Qualität lag bei 100 Prozent und wir leisteten eine starke technische
Unterstützung für das aktuelle Geschäft und die Projekte. Unser Liefer-
kettenmodell,
bei dem Produkte für verschiedene Regionen des Landes an Terminals
vorrätig sind, passte zu den ausgesuchten Unternehmen mit deren Werken.
Das war für uns ein großer Vorteil.
Nach Eingang der ersten
Bestellung, setzten wir alles daran, wie versprochen zu liefern. Hierbei
halfen uns der Bedarfsplaner Timo Breitkopf und die
Kundendienstmitarbeiterin Anita Lorch. Beide spielten eine
Schlüsselrolle. Durch sie konnten wir eine reibungslose Umsetzung
gewährleisten.
Enger Austausch
Wöchentliche
Telefonkonferenzen zwischen mir, Anita und dem Supply-Chain-Team des
Kunden klärten uns über die laufenden Betriebsanforderungen auf. So
konnten wir sie in unsere Planung einbeziehen und Störungen vermeiden.
Schließlich ist jede Produktänderung mit hohen Risiken verbunden,
insbesondere in der Übergangsphase, in der Probleme schwerwiegende
Folgen für die Produktion haben können. Das kann den Ruf einzelner
Mitarbeiter des Kunden gefährden. Durch unseren intensiven Austausch und
unsere gemeinsame Prüfung und Analyse aller Schwierigkeiten im Voraus
konnten wir das Vertrauen unseres Unternehmenskontakts und des
Managements gewinnen.
Alle Seiten einbeziehen
Entscheidend
für die erfolgreiche Zusammenarbeit war, dass wir sowohl mit den
operativen als auch mit den kaufmännischen Stakeholdern im stetigen
Austausch standen. Wir haben ihnen praktische Lösungen angeboten und
Probleme oft schon im Vorfeld erkannt. Über diesen unmittelbaren Erfolg
hinaus haben wir Impulse für weitere gemeinsame Entwicklungsprojekte
erhalten und stehen in direktem Kontakt mit den technischen Teams des
Kunden. Der Category Manager unseres Kunden bittet mich zum Beispiel um
direkte Projekt-Updates für diese neuen Projekte – das bestätigt uns
sein Vertrauen und dass unser Ansatz funktioniert.
Wissenstransfer bei Saltigo
Gemeinsam zur besten Lösung
Jack Conen berichtet:
Wie
machen das eigentlich die anderen? Diese Frage haben wir uns oft
gestellt, wenn wir vor Herausforderungen bei der Entwicklung oder
Optimierung eines Rezepts standen. Denn auch wenn unsere Produkte und
Anlagen unterschiedlich sind, stehen wir alle vor ähnlichen Aufgaben:
Produktionsprozesse effizient gestalten, Parameter genau definieren und
Anlagenfunktionen so gut wie möglich miteinander verknüpfen. Es gibt
also jede Menge Fachwissen in den Plants bei Saltigo – aber bisher keine
Möglichkeit, dies strukturiert zu teilen. Lösungen werden mehrfach
entwickelt, obwohl sie anderswo längst existieren. Das kostet Zeit, Geld
– und Energie.Das wollten wir ändern!
Die Idee war es daher, ein
Wissensaustausch-Projekt für Automatisierer aufzusetzen. Da die
Saltigo-Plants mit unterschiedlichen Prozessleitsystemen und damit auch
mit unterschiedlichen Programmiersprachen, Methoden und Strukturen
arbeiten, war schnell klar: Statt im Besprechungsraum müssen die Treffen
vor Ort stattfinden, um ein wirkliches Verständnis für den anderen
Bereich und das dort herrschende „Wording“ entwickeln zu können. Also
haben sich immer zwei Betriebe zusammengetan und Termine für Besuch und
Gegenbesuch organisiert.
Mehr als nur Zuschauer
Dabei
ging es um ganz praktische Fragen aus unserem technischen Altag: Wie
wird eine Nutsche betrieben oder ein Verfahrensschritt durchgeführt? Wie
definiert man z.B. das Ende einer Filtration? Der Gast-Automatisierer
erhält Zugriff auf das lokale System und damit einen tiefen Einblick in
die Arbeitsabläufe. Vielleicht hat der andere Betrieb einen
effizienteren Weg für einen Arbeitsschritt und der eigene Betriebkönnte
davon profitieren. Die ersten Treffen haben gezeigt: Für beide Seiten
ergeben sich wertvolle Impulse. Wir haben auch schon einige Ansätze
identifiziert, die standortübergreifend einen Mehrwert bieten können,
bisher aber nur in einer Plant zum Einsatz kommen.
Ziel bei zukünftigen längeren Austauschen wird sein, dass der Gast ein
Rezept
für eines der bestehenden Produkte erstellt – nach seiner eigenen Logik
und Methodik. Dieses wird dann mit dem Original verglichen und
gemeinsam diskutiert.
Das Projekt zeigt: Es geht nicht darum, das
perfekte System zu finden. Jede Plant hat ihre ganz eigenen Stärken und
Herausforderungen. Aber wenn wir Transparenz schaffen und gute Ideen
teilen, können wir gemeinsam so viel mehr erreichen.
Prozessoptimierung bei Accounting
Schneller beim Kunden
Carsten Segschneider berichtet:
Ein
Kunde ruft an und möchte ein Produkt in einer anderen Gebindegröße
kaufen, als wir es anbieten. Eigentlich ein einfacher Wunsch. Doch
intern bedeutet das: einen Prozess abwickeln, der bis zu 30 Schritte in
mehreren Systemen umfasst und an dem bis zu 15 Personen beteiligt sind –
darunter Sales, Marketing, Controlling und Qualitätsmanagement. Die
Bearbeitung dauerte im Schnitt rund 30 Tage – was natürlich zu Frust
geführt hat. Denn solange die neuen Materialstammdaten nicht im System
angelegt sind, kann keine Auftragsbestätigung verschickt werden – und
der Kunde könnte abspringen.
Unser Ziel war klar: den Workflow
entzerren und Engpässe abbauen. Die Herausforderung: Jede Business Unit
ist anders organisiert – manche haben übergeordnete Daten-Teams, die den
gesamten Workflow steuern; andere arbeiten dezentral. Eine Lösung, die
für alle passt, lässt sich daher nicht immer einfach finden. Wir sind
deshalb in einen intensiven Dialog mit unseren Ansprechpartnern
gegangen.
Nach einem Jahr intensiver Projektarbeit mit den
Business Units, der IT und dem Team von Commercial Excellence steht nun
ein schlanker, effizienterer Workflow. Wir haben möglichst viele
Schritte aus dem „kritischen Pfad“ herausgenommen, sodass ein größerer
Teil des Prozesses nun parallel ablaufen kann. So verlängert sich die
Gesamtdauer nicht zwangsläufig, falls ein Punkt mal mehr Zeit in
Anspruch nimmt. Mit einem neuen Dashboard können wir außerdem gezielt
monitoren, an welchen Stellen bestimmte Schritte besonders zeitintensiv
sind. So können wir bei Auffälligkeiten gezielt auf die Bereiche
zugehen.
Unsere Ideen zeigen Wirkung: Aktuell dauert die Anlage
neuer logistischer Materialien, etwa Fertigprodukte oder Rohstoffe, im
Schnitt nur noch 17 Tage. Und da geht noch mehr: 10 Tage sind unser
erklärtes Ziel. Das können wir aber nur erreichen, wenn alle an einem
Strang ziehen. Rechnet man die mögliche Zeitersparnis auf die rund 5.000
Datensätze hoch, die wir pro Jahr anlegen, können wir einen bedeutenden
Hebel bewegen – sowohl für LANXESS intern als auch für die
Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden
ComEx Academy in den USA
Mehr Wissen führt zu mehr Verkauf
Rob Castaneda berichtet:
Der
Fokus der Commercial Excellence Academy liegt auf Wachstumsinitiativen.
Und da gibt es noch viel Raum für Verbesserungen. Aus verschiedenen
Gründen – wie die Pandemie, Übernahmen und interne Hindernisse – hatte
LANXESS sich zu sehr auf interne Angelegenheiten konzentriert. Nun
mussten wir uns wieder stärker auf unsere Kunden ausrichten. Die
Schulung brachte alle an einen Tisch: Wir sammelten Ideen, wie wir uns
verbessern und BU-übergreifend zusammenarbeiten können. In meinen mehr
als acht Jahren bei LANXESS war dies eine Premiere für mich, die ich
sehr zu schätzen wusste.
MPP und PLA haben gemeinsame Kunden in
den Bereichen Wasseraufbereitung, Landwirtschaft und Kunststoffe. Dass
wir eine sehr große Schnittmenge gemeinsamer Kunden haben, war meinem
Kollegen Michael Bearer, BU PLA, und mir bereits ein Jahr zuvor
aufgefallen. Damals hatten wir beschlossen, enger zusammenzuarbeiten.
Nun nutzten wir die Academy, um dies zu formalisieren.
Die
Vorteile einer solchen Kooperation zeigten sich etwa beim Kunden RPM.
Dieser Kunde ist sowohl für MPP als auch für PLA wichtig. Wir wussten,
dass er für uns noch Wachstumspotenzial hatte. PLA steht in engerem
Kontakt zur Kontaktperson in der Einkaufsabteilung als wir. Dank PLA
haben wir nun Informationen, die wir nutzen können, um mit diesem Kunden
weiteres Wachstum zu generieren.
Konkret haben wir in unseren
Schulungen fünf wichtige CASE-Konten festgelegt. Unser Ziel ist die
Koordination dieser Großkunden, um so Wachstumschancen und potenzielle
Kooperationen zu entdecken. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass
Kunden nicht versuchen, die BUs gegeneinander auszuspielen. In jüngster
Zeit gab es Fälle, in denen Kunden uns mitteilten, dass MPP und PLA
unterschiedliche Aussagen zu den Preisstrukturen hinsichtlich der Zölle
gemacht haben. Solche Situationen wollen wir entweder vermeiden oder wir
haben für sie im Voraus eine gute Erklärung, warum die BUs bestimmte
Themen unterschiedlich angehen.
Aufgrund der Spezialisierung
unserer einzelnen BUs muss jeder von uns den Kontakt zum Kunden halten.
Dabei müssen wir jedoch eine einheitliche Botschaft über alle BUs hinweg
vermitteln. Zudem sollten wir stets nach weiteren Möglichkeiten suchen,
unseren Kunden über das aktuelle Angebot der einzelnen BUs hinaus
Lösungen zu bieten. Wir müssen Wege finden, um die bestehenden
Beziehungen zwischen den Geschäftsbereichen und den Kunden zu nutzen und
so den Gesamtumsatz von LANXESS zu steigern.
Wir möchten eine
Kultur schaffen, in der die Zusammenarbeit zwischen den BUs zur Norm
wird. Es gibt noch viele Wachstumschancen. Tatsächlich hatten MPP und
PLA kürzlich ein gemeinsames Treffen mit einem Agrarunternehmen.