Drei Fragen an Lucas Martini, Standortleiter in Memphis, BU MPP, USA: 


Frag den Kollegen!

 

Im August trafen sich 20 Standortleiter aus der Region Americas in Toronto, Kanada.  Innerhalb von drei Tagen hörten sie über 25 Vorträge von mehr als 30 Referenten. Sie besuchten auch den Standort West Hill der Business Unit LAB. Sie, Herr Martini, waren auch dabei. Was haben Sie bei diesem Treffen erlebt?  
Lucas Martini:
Einen sehr fruchtbaren Austausch. Ich konnte mit all meinen Kolleginnen und Kollegen über die Herausforderungen an ihren jeweiligen Standorten sprechen. Wir haben Erfahrungen ausgetauscht und uns gegenseitig Best Practices vorgestellt. Wenn jeder Standort auch nur eine Idee aus dieser Woche umsetzt, werden sich die Sicherheit, der Betrieb, die Kosteneffizienz und die Teambildung erheblich verbessern. Ich bin davon überzeugt, dass diese Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch für den Erfolg jedes einzelnen Werks von entscheidender Bedeutung ist.

Welche neuen Ideen oder Praktiken werden Sie nun an Ihrem Standort in Memphis umsetzen?
Ich habe wirklich viele fantastische Anregungen für Memphis bekommen. Was mich in West Hill begeisterte, war die Verwendung digitaler Checklisten, die zum Thema ‚vorausschauenden Wartung‘ (predictive maintenance) vorgestellt wurden. Bastian Jana hielt dazu einen sehr guten Vortrag, und ich habe direkt auch mit seinem Team geredet. Wir wollen ebenfalls diese digitalen Checklisten bei uns in Memphis einführen.bzw. unsere iPads speziell für diese Art von Checklisten nutzen. So können wir Informationen in Echtzeit dokumentieren und Fotos machen, die wir direkt in das System hochladen. Unsere Arbeit und die gesamte Standortverwaltung werden damit effizienter und besser. Natürlich bringt uns das auch in Fragen der Sicherheit noch mal einen Schritt nach vorne. 

Eine andere Sache, auf die ich mich freue, ist der Besuch des Operational-Excellence-Site-Diagnostics-Team in Memphis. Wir werden besprechen, wie wir die KI-Tools in unser Distributed-Control-System implementieren. Unser Ziel ist es, damit erhebliche Einsparungen beim Rohstoffeinsatz zu erreichen.

Was war für Sie die wertvollste oder aufschlussreichste Erfahrung bei dem Treffen?
Das Networking. Ein kurzer Teams-Anruf mit jemandem, den ich diese Woche persönlich kennengelernt habe, kann beispielsweise eine wertvolle Initiative auslösen, die unser Werk erheblich verbessert. So nutze ich unsere Unternehmensressourcen und muss keine externen Berater hinzuziehen. Das geht schnell, unkompliziert und ist sehr viel günstiger. Außerdem ist es gut zu wissen, dass wir in Memphis mit unseren Bemühungen, unsere Betriebsabläufe zu optimieren, nicht allein dastehen. Auch der Besuch im Werk von West Hill war inspirierend. Die Anlage und die Menschen dort waren beeindruckend. Und ich war wirklich froh, dass die Besichtigung nicht im Winter stattfand.