Prozessoptimierung bei AccountingSchneller beim Kunden
Carsten Segschneider berichtet:
Ein
Kunde ruft an und möchte ein Produkt in einer anderen Gebindegröße
kaufen, als wir es anbieten. Eigentlich ein einfacher Wunsch. Doch
intern bedeutet das: einen Prozess abwickeln, der bis zu 30 Schritte in
mehreren Systemen umfasst und an dem bis zu 15 Personen beteiligt sind –
darunter Sales, Marketing, Controlling und Qualitätsmanagement. Die
Bearbeitung dauerte im Schnitt rund 30 Tage – was natürlich zu Frust
geführt hat. Denn solange die neuen Materialstammdaten nicht im System
angelegt sind, kann keine Auftragsbestätigung verschickt werden – und
der Kunde könnte abspringen.
Unser Ziel war klar: den Workflow
entzerren und Engpässe abbauen. Die Herausforderung: Jede Business Unit
ist anders organisiert – manche haben übergeordnete Daten-Teams, die den
gesamten Workflow steuern; andere arbeiten dezentral. Eine Lösung, die
für alle passt, lässt sich daher nicht immer einfach finden. Wir sind
deshalb in einen intensiven Dialog mit unseren Ansprechpartnern
gegangen.
Nach einem Jahr intensiver Projektarbeit mit den
Business Units, der IT und dem Team von Commercial Excellence steht nun
ein schlanker, effizienterer Workflow. Wir haben möglichst viele
Schritte aus dem „kritischen Pfad“ herausgenommen, sodass ein größerer
Teil des Prozesses nun parallel ablaufen kann. So verlängert sich die
Gesamtdauer nicht zwangsläufig, falls ein Punkt mal mehr Zeit in
Anspruch nimmt. Mit einem neuen Dashboard können wir außerdem gezielt
monitoren, an welchen Stellen bestimmte Schritte besonders zeitintensiv
sind. So können wir bei Auffälligkeiten gezielt auf die Bereiche
zugehen.
Unsere Ideen zeigen Wirkung: Aktuell dauert die Anlage
neuer logistischer Materialien, etwa Fertigprodukte oder Rohstoffe, im
Schnitt nur noch 17 Tage. Und da geht noch mehr: 10 Tage sind unser
erklärtes Ziel. Das können wir aber nur erreichen, wenn alle an einem
Strang ziehen. Rechnet man die mögliche Zeitersparnis auf die rund 5.000
Datensätze hoch, die wir pro Jahr anlegen, können wir einen bedeutenden
Hebel bewegen – sowohl für LANXESS intern als auch für die
Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden.