Wissenstransfer bei Saltigo
Gemeinsam zur besten Lösung
Wie machen das eigentlich die anderen? Diese Frage haben wir uns oft gestellt, wenn wir vor Herausforderungen bei der Entwicklung oder Optimierung eines Rezepts standen. Denn auch wenn unsere Produkte und Anlagen unterschiedlich sind, stehen wir alle vor ähnlichen Aufgaben: Produktionsprozesse effizient gestalten, Parameter genau definieren und Anlagenfunktionen so gut wie möglich miteinander verknüpfen. Es gibt also jede Menge Fachwissen in den Plants bei Saltigo – aber bisher keine Möglichkeit, dies strukturiert zu teilen. Lösungen werden mehrfach entwickelt, obwohl sie anderswo längst existieren. Das kostet Zeit, Geld – und Energie.Das wollten wir ändern!
Die Idee war es daher, ein Wissensaustausch-Projekt für Automatisierer aufzusetzen. Da die Saltigo-Plants mit unterschiedlichen Prozessleitsystemen und damit auch mit unterschiedlichen Programmiersprachen, Methoden und Strukturen arbeiten, war schnell klar: Statt im Besprechungsraum müssen die Treffen vor Ort stattfinden, um ein wirkliches Verständnis für den anderen Bereich und das dort herrschende „Wording“ entwickeln zu können. Also haben sich immer zwei Betriebe zusammengetan und Termine für Besuch und Gegenbesuch organisiert.
Mehr als nur Zuschauer
Dabei ging es um ganz praktische Fragen aus unserem technischen Altag: Wie wird eine Nutsche betrieben oder ein Verfahrensschritt durchgeführt? Wie definiert man z.B. das Ende einer Filtration? Der Gast-Automatisierer erhält Zugriff auf das lokale System und damit einen tiefen Einblick in die Arbeitsabläufe. Vielleicht hat der andere Betrieb einen effizienteren Weg für einen Arbeitsschritt und der eigene Betriebkönnte davon profitieren. Die ersten Treffen haben gezeigt: Für beide Seiten ergeben sich wertvolle Impulse. Wir haben auch schon einige Ansätze identifiziert, die standortübergreifend einen Mehrwert bieten können, bisher aber nur in einer Plant zum Einsatz kommen.
Ziel bei zukünftigen längeren Austauschen wird sein, dass der Gast ein
Rezept für eines der bestehenden Produkte erstellt – nach seiner eigenen Logik und Methodik. Dieses wird dann mit dem Original verglichen und gemeinsam diskutiert.
Das Projekt zeigt: Es geht nicht darum, das perfekte System zu finden. Jede Plant hat ihre ganz eigenen Stärken und Herausforderungen. Aber wenn wir Transparenz schaffen und gute Ideen teilen, können wir gemeinsam so viel mehr erreichen.