(Wieder) gern zur Arbeit kommen
Seinen
Beruf auszuüben, ist ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags.
Doch was passiert, wenn eine Erkrankung diese Normalität plötzlich
unmöglich macht? Durch ein professionelles Betriebliches
Eingliederungsmanagement (BEM) steht LANXESS seinen Mitarbeitenden bei
der Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützend zur Seite. So wie im Fall
von Andre Strack.
Niemand
ist gerne krank – schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Doch
manchmal kommt einfach alles zusammen: Stress im Job, private
Belastungen. Und plötzlich macht der Körper nicht mehr mit. So war es
auch bei Andre Strack. „Vor rund einem Jahr steckte ich in einer echten
Krise: Trennung, Todesfälle im engen Familienkreis, Konflikte am
Arbeitsplatz. Ich bin in ein tiefes Loch gefallen und war immer wieder
über längere Zeiträume arbeitsunfähig“, erinnert sich der Mitarbeiter
vom Standort Krefeld-Uerdingen. Als er die Einladung zum
BEM-Infogespräch erhielt, sah er darin eine Chance: „Als
Betriebsratsmitglied kannte ich das Angebot bei LANXESS bereits –
deshalb habe ich sofort zugesagt.“
Einen Ansprechpartner direkt
vor Ort zu haben, der sowohl die Gegebenheiten bei LANXESS kennt als
auch Zugriff auf ein großes externes Netzwerk hat – das hat ihn an der
Zusammenarbeit mit BEM-Berater Philip Schwinum (Fürstenberg Institut)
überzeugt. „Es gab von Anfang an ein sehr offenes, respektvolles
Miteinander. Wir haben uns in mehreren Gesprächen über meine berufliche
und private Situation ausgetauscht und dann gemeinsam überlegt, was wir
verändern können, damit ich meinen Job weiter ausüben kann“, erinnert
sich Strack.
Gemeinsam Lösungen finden
Ein zentraler
Punkt war der Wunsch nach einer besseren Planbarkeit seiner
Arbeitseinsätze. „Gemeinsam mit der Betriebsleitung haben wir nach
Lösungen gesucht, um die Bedürfnisse von Herrn Strack so gut es geht mit
den betrieblichen Gegebenheiten zu vereinbaren“, berichtet Schwinum.
Auch wenn sich nicht immer alle Wünsche umsetzen lassen, sorgt der
offene Austausch oft schon für ein besseres Verständnis füreinander.
„Durch kleine Anpassungen – wie Änderungen in den Arbeitsabläufen oder
die Anschaffung eines technischen Hilfsmittels – gelingt es meist schon,
Belastungen zu reduzieren. Ein Arbeitsplatzwechsel ist nur in ganz
seltenen Fällen notwendig“, so der Gesundheits-Experte.
Andre
Strack ist nach Abschluss des BEM-Prozesses mittlerweile wieder zurück
im normalen Arbeitsalltag: „Ich bin seit 45 Jahren im Unternehmen und
freue mich, dass ich nun wieder mit einem guten Gefühl zur Arbeit komme.
Ich kann daher jedem, der gerade mit gesundheitlichen Themen zu kämpfen
hat, nur empfehlen, dem BEM eine Chance zu geben.“
Infoboxen
Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz
- Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist eine wichtige Säule im Betrieblichen Gesundheitsmanagement bei LANXESS.
- Es
umfasst alle Aktivitäten, Maßnahmen und Leistungen, die zur
nachhaltigen Wiedereingliederung nach längerer oder wiederholter
Arbeitsunfähigkeit erforderlich sind. LANXESS arbeitet dafür seit Januar
2022 mit dem Fürstenberg Institut, einem Experten für Gesundheit am
Arbeitsplatz, zusammen.
- BEM-berechtigt
ist jeder, der in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 42 Tage
erkrankt war. Die Teilnahme ist immer freiwillig und kann jederzeit
begonnen, abgebrochen und wieder aufgenommen werden. Alle Informationen
werden streng vertraulich behandelt.
- Weitere Informationen zum BEM-Prozess finden Sie im Xnet.
Zitate
„Wichtig
ist: Niemand muss erst länger krank sein, um das Angebot nutzen zu
können. Wer merkt, dass er sich in einer belastenden beruflichen oder
privaten Situation befindet, die die Arbeitsfähigkeit gefährden könnte,
kann sich auch präventiv an das BEM-Team wenden. Jedes Gespräch eröffnet
neue Perspektiven.“
Sabine Körfer, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Standort Köln, BEM-Beauftragte
„Mit
individuell zugeschnittenen Beratungs- und
Wiedereingliederungsangeboten möchten wir erkrankte und genesene
Mitarbeitende dabei unterstützen, aktiver Teil des Teams zu bleiben.“
Anne-Kathrin Müller, Health & Work Life Management, GF HR
Der BEM-Prozess auf einen Blick
Einladung
Wer in den letzten zwölf Monaten mehr als 42 Tage arbeitsunfähig war, erhält eine Einladung zum freiwilligen
und unverbindlichen BEM-Infogespräch.
Erstkontakt
Bei
Annahme des Angebots findet ein erstes Kennenlernen mit dem
BEM-Berater/ Beraterin des Standorts statt. Gemeinsam wird geprüft, ob
der BEM-Prozess sinnvoll ist.
BEM-Gespräch
Im
ausführlichen Gespräch werden die individuelle Situation und mögliche
Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit besprochen. Auf Wunsch können
Betriebsrat, Schwerbehin-dertenvertretung, die Führungskraft oder
weitere Vertrauenspersonen einbezogen werden.
Umsetzung
Neben
Anpassungen bei der Arbeitsplatzausstattung oder der
Arbeitsorganisation können dazu auch externe Angebote wie Reha, Therapie
oder Präventionskurse gehören.
Abschluss
Der
BEM-Prozess läuft, bis alle Maßnahmen umgesetzt sind. Alle
Informationen werden vertraulich in der BEM-Akte des Fürstenberg
Instituts dokumentiert und unterliegen der Schweigepflicht.