Neuen Maßstab gesetzt
In
Bitterfeld forscht Robert Gorgas an der Anpassung von Ionenaustauschern
für zukunftsweisende Anwendungen. Das macht er vor allem aus einem
Grund – er will Umweltthemen vorantreiben:
„Für mich leistet die
Chemie einen elementaren Beitrag für unsere grüne Zukunft. Das war auch
der Grund, warum ich mich für ein Chemiestudium und schließlich vor
zwei Jahren für meinen Job bei LANXESS entschieden habe. Ich möchte mein
Wissen und meine Arbeit dafür einsetzen, nachhaltige Themen wie die
Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Und genau das kann ich als Forscher
bei LPT tun.
Gerade sind wir dabei, ein neues Lewapol auf den
Markt zu bringen, dass PFAS gründlicher und effizienter aus Abwässern
filtern kann. Die Grundlagen dafür haben wir im Labor und unserer
Pilotanlage in Bitterfeld entwickelt und getestet: Unsere Kernkompetenz
ist die Herstellung von monodispersen Ionenaustauschern, die alle exakt
die gleiche Größe aufweisen. Für unser neues Produkt haben wir die Größe
von kleinen Lewapolen noch mal um 20 Prozent reduziert – was ihre
Leistungsfähigkeit mehr als verdoppelt. Dazu haben wir eng mit dem den
Laboren in Leverkusen und Jhagadia zusammengearbeitet. Denn hier sehen
wir einen großen Markt, da Umweltauflagen in den kommenden Jahren immer
mehr zunehmen werden. Die Kollegen in Jhagadia haben das neue Produkt
gerade erstmals erfolgreich im großen Maßstab hergestellt – mit
positivem Feedback von unserem ersten Kunden. Mitte des Jahres soll dann
die erste Charge bei uns in Deutschland produziert werden.
CO2 aus der Luft filtern
Ein
weiteres Thema mit viel Potenzial ist das Thema Air Purification. Hier
arbeiten wir bereits eng mit einem Hersteller von Anlagen zur Filtration
von CO2 aus der Luft zusammen und haben ein neues Labor in Leverkusen
eingerichtet, das sich darauf spezialisiert. Unser Ziel: im großen Stil
niedrig konzentrierte Mengen Kohlendioxid aus der Luft filtern –
beispielsweise in Innenstädten oder der Nähe von Industrieanlagen. Das
ist etwas, was wir mit unseren Ionenaustauschern sehr gut abbilden
können und wo wir einen klaren Vorteil vor dem Wettbewerbern haben.
Aktuell sind wir dabei, die Eigenschaften unserer Kügelchen an das neue
Medium anzupassen. Auch wenn hier noch viel Arbeit auf uns zukommen
wird, werden wir dank der engen Zusammenarbeit zwischen Labor und
Produktion – über alle Standorte hinweg – sicherlich schnell erste
Erfolge verzeichnen.
Noch viel Potenzial
Für mich
persönlich ist es jedes Mal beeindruckend zu sehen, wie eine eigene Idee
den Weg von ersten Versuchen im Reagenzglas bis hin zur ersten
Test-Charge in der Anlage geht. Ich habe daher großes Glück, genau jetzt
zu LANXESS gekommen zu sein, wo das Unternehmen seine Aktivitäten bei
Neuentwicklungen und Innovation intensivieren will. Wir bei IAB wollen
bei diesen Themen ganz klar zu den Vorreitern gehören. Auch nach 80
Jahren Erfahrung aus Bitterfeld in der Produktion von
Ionenaustauscherharzen gibt es noch viel Potenzial, das wir gemeinsam
heben können.“